Laufende Projekte

Diskriminierung und Zivilcourage während der NS-Zeit und heute

Diskriminierung und Zivilcourage während der NS-Zeit und heute

Im Projekt befassen sich die Schüler mit dem Thema „Diskriminierung und Zivilcourage während der NS-Zeit und heute“. Mit der Auseinandersetzung mit den Biografien von Widerstandskämpferinnen aus PL und DE lernen die Teilnehmenden vorbildliche Beispiele für Couragiertes Handeln kennen und reflektieren wie sie gegen diskriminierende Verhaltensweisen wirksam und gewaltfrei handeln können. Im Rahmen eines Aktionstags werden außerdem verschiedene Aktivitäten zum Projektthema stattfinden.

Die Wahrnehmung des Themas „Diskriminierung“ ist in Deutschland und Polen sehr unterschiedlich. In diesem gemeinsamen Projekt werden die polnischen und deutschen Schülerinnen und Schüler deshalb gemeinsam den Diskurs des Themas Diskriminierung und Zivilcourage historisch und aktuell in der deutschen und polnischen Gesellschaft erarbeiten. Sie sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Begrifflichkeit "Diskriminierung" und „Zivilcourage“ herausstellen und durch die Erarbeitung von Biografien, Zeitzeugeninterviews und Gesprächen mit Expertinnen vergleichbar machen.

Das Projekt „Diskriminierung und Zivilcourage während der NS-Zeit und heute“ wird im Schuljahr 2017/2018 durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) im Rahmen des Programms EUROPEANS FOR PEACE gefördert.

 

 

#fairspeech

#fairspeech

#fairspeech bietet neben individueller Beratung hauptsächlich Workshops zum Thema Hate Speech an und wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.

 

In einem ersten Schritt will das Projekt Teilnehmende für das Thema Hate Speech im Internet sensibilisieren. In einem zweiten Schritt sollen sie handlungsfähig werden und erfahren, wie man sich im Netz zivilcouragiert verhält.

 

Hauptzielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15-27 Jahren im gesamten IB Süd an allen Standorten und allen Bildungsniveaus. Als zweite Zielgruppe nimmt #fairspeech pädagogische Fachkräfte als Multiplikator*innen ins Blickfeld.

 

Kooperationspartner im Projekt sind der Stadtjugendring Stuttgart (SJR) sowie die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB).

 

 

Abgeschlossene Projekte

Flucht und Vertreibung am Beispiel der deutsch-polnischen Geschichte (2016-2017)

Flucht und Vertreibung am Beispiel der deutsch-polnischen Geschichte (2016-2017)

Anlass des Projektes „Flucht und Vertreibung am Beispiel der deutsch-polnischen Geschichte“ war die wechselvolle gemeinsame Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen aufgrund von historischen und gegenwartsbezogenen Ereignissen, wie zum Beispiel das 70. Jubiläum des zweiten Weltkrieges und die heutige Flüchtlingsbewegung.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der IB Schulen Stuttgart-Vaihingen und einer Beruflichen Schule in Krakau setzten sich gemeinsam mit dem Thema „Diskriminierung aufgrund von Flucht und Vertreibung“ auseinander und erarbeiteten dabei vor allem die Unterschiede hinsichtlich der Wahrnehmung in beiden Gesellschaften. Sie zogen Parallelen zwischen Erfahrungen von damals und heute, und beschäftigten sich mit der Frage, wie Integration in eine neue Heimat erfolgreich gelingen kann.

 

Hier finden sich Schülerberichte über den Austausch:
IB Schulen Stuttgart-Vaihingen

Berufliche Schule "Zsepòl Szkòl Zawodowych" in Krakau (auf polnisch)

 

 

Flucht, Flüchtling, Weltflüchtling (2015 - 2016)

"Flucht-Flüchtling-Weltflüchtling"

 

„Flucht-Flüchtling-Weltflüchtling“ wurde als Gemeinschaftsprojekt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Beruflichen Schule des IB Stuttgart und des Liceul Teoretic German Johann Ettinger (öffentliche Schule der deutschen Minderheit in Rumänien) in Satu Mare im Zeitraum von Juli 2015 bis Juli 2016 durchgeführt.

Ziel des Projekts war, ein größeres Bewusstsein und Verständnis bei Jugendlichen für Menschen mit Fluchterfahrung hervorzurufen, sie für das Thema Flüchtlingspolitik zu sensibilisieren und ihnen dabei Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie sich selbst durch ihr Engagement für ein weltoffenes, tolerantes Europa einsetzen können.

Mit diesem Ziel vor Augen, beschäftigten die Jugendlichen sich mit Themenfeldern rund um die Flüchtlingssituation in Europa (insbesondere in Deutschland und Rumänien), mit Ursachen und Konsequenzen von Flucht und Vertreibung sowie den Themen Diskriminierung und Ausgrenzung sowohl in der heutigen Zeit als auch in der Historie der beiden Länder.

Durch Gespräche und Diskussionen sowohl untereinander, als auch mit Vertretern von Initiativen und Vereinen (z.B. mit zwei Vertretern eines Flüchtlingsfreundeskreises in Stuttgart), Kommunalpolitikern (z.B. dem Bürgermeister von Satu Mare)  sowie Zeitzeugen, Flüchtlingen und deren Betreuern, konnten die Jugendlichen ein umfassendes Verständnis für die verschiedenen Ansichten zur Situation der geflüchteten Menschen entwickeln und sich dazu eine eigene Meinung bilden.


Die Jugendgruppen aus Stuttgart und Satu Mare arbeiteten bei zwei einwöchigen Begegnungen in Deutschland und in Rumänien miteinander. Zum Abschluss des Projekts planten, organisierten und führten sie gemeinsam einen Aktionstag zum Weltflüchtlingstag am 20.06.2016 in Stuttgart mit Workshops, Planspielen und Diskussionsrunden durch.


Link zu Weltflüchtlingstag (Veranstaltungen)



Das Projekt „Flucht-Flüchtling-Weltflüchtling“ wurde von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) im Rahmen des Programms „EUROPEANS FOR PEACE“ gefördert.

Was heißt hier Zigeuner (2014 - 2015)

„Was heißt hier Zigeuner?“

„Was heißt hier Zigeuner?“ wurde als Gemeinschaftsprojekt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Beruflichen Schule des IB Stuttgart und des Liceul Teoretic German Johann Ettinger (öffentliche Schule der deutschen Minderheit in Rumänien) in Satu Mare im Zeitraum von September 2014 bis Mai 2015 durchgeführt.

Anlässlich einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte von 2009, die besagt, dass Sinti und Roma auch in der heutigen Zeit des Öfteren diskriminiert werden, beschäftigten sich die Jugendlichen mit Vorurteilen gegenüber der Minderheit der Sinti und Roma, aber auch den verfälschten, romantisierten Vorstellungen. Behandelte Themenfelder waren sowohl der Antiziganismus während des Nationalsozialismus, als auch die Frage nach der Realität der gesetzlichen Gleichstellung in der heutigen Zeit.

Ziel des Projekts war, die Jugendlichen für das Thema Diskriminierung und Ausgrenzung zu sensibilisieren,  auf die vorhandenen Missstände hinzuweisen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ihrer eigenen Haltung und der ihres Umfeldes bewusst zu werden und ihr Verhalten positiv zu verändern und zu stärken.


Dafür widmeten sich die Teilnehmenden bei der gemeinsamen Begegnung in Stuttgart der geschichtlichen Aufarbeitung und ihrer eigenen Vorstellung zum Thema. Durch Workshops und Gespräche mit jugendlichen und erwachsenen Roma in Rumänien, erlangten sie anschließend ein umfassendes Verständnis über die kulturellen und traditionellen Wurzeln der Roma und ihr Leben in der heutigen Welt. Begleitend dazu erstellten die jungen Menschen eine CD mit eingesprochenen Texten, Zeitzeugenberichten und traditionellen Musikstücken, um auch anderen die Gelegenheit zu geben, ihr Wissen über Sinti und Roma zu erweitern.


Das Projekt „Was heißt hier Zigeuner?“ wurde von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) im Rahmen des Programms „EUROPEANS FOR PEACE“ gefördert.

Bildung Inklusive (2013 - 2014)

„Bildung Inklusive?“

„Bildung Inklusive?“ wurde als Gemeinschaftsprojekt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Beruflichen Schule des IB Stuttgart und des Liceul Teoretic German Johann Ettinger (öffentliche Schule der deutschen Minderheit in Rumänien) in Satu Mare im Zeitraum von September 2013 bis Juli 2014 durchgeführt.

Im Rahmen des Projekts wurden zum einen die historischen Aspekte beleuchtet, beispielsweise der Umgang mit Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus oder während der  Ceausescu-Diktatur, zum anderen haben sich die Schülerinnen und Schüler auch mit aktuellen Aspekten befasst und untersucht, inwieweit unsere Gesellschaft tatsächlich eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung – wie in der UN-Menschenrechtscharta gefordert – ermöglicht.

 

Innerhalb zweier Begegnungswochen, im November 2013 in Stuttgart und im März 2014 in Satu Mare, bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler die Thematik und hielten ihre Ergebnisse in beeindruckenden Fotografien fest. Diese wurden sowohl in Satu Mare als auch in Stuttgart in Form einer Ausstellung präsentiert. In Stuttgart wurde für die Ausstellung „Barrieren“ ein begleitendes Programmheft erarbeitet, welches durch die drei Stationen im Schulhaus führte.

 

Die gute Resonanz und die Ausstellung selbst sind als weiterer Ansporn zu sehen, Menschen mit Behinderung in unseren Alltag zu integrieren und Barrieren des Alltags zunehmend zu beseitigen.



Das Projekt „Bildung Inklusive?“ wurde von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) im Rahmen des Programms „EUROPEANS FOR PEACE“ gefördert.

 

 

 

Menschenrechte und Lebenswege (2012 - 2013)

Menschenrechte und Lebenswege – Jugendliche auf Spurensuche in der
Geschichte russlanddeutscher Familien in Tomsk und Stuttgart


Im Projekt „Menschenrechte und Lebenswege“ beschäftigten sich 30 Jugendliche und junge Erwachsene des Jugendclubs des Russisch-Deutschen Hauses in Tomsk und des Beruflichen Gymnasiums des IB Stuttgart mit dem Thema Menschenrechte unter Einbeziehung von Familiengeschichten der Minderheit der Russlanddeutschen. Dabei wurden vor allem die Unterschiede zwischen der formalen Menschenrechtssituation durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 und der tatsächlichen Menschenrechtssituation von damals beleuchtet.

Ziel des Projekts war, die Jugendlichen mit persönlichen Konsequenzen von Menschenrechtsverletzungen zu konfrontieren, um Verständnis und Mitgefühl für die Betroffenen zu wecken. Dadurch lernten sie, Menschenrechte zu achten, zu schützen und sich für diese einzusetzen.

Im Laufe des Projekts erarbeiteten sie gemeinsam einen Kalender mit Motiven zur Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen, die sie selbst dargestellt und fotografiert hatten. Daraufhin erstellten die Jugendlichen eine Ausstellung, in der die erarbeiteten Biographien auf einer „Lebenswegkarte“ von der Anwerbung in Württemberg über die Aussiedlung nach Russland im 18. Jahrhundert und die anschließende Flucht und Vertreibung dokumentiert wurden.

Rollup als PDF

Die Präsentation der Ausstellung fand am 21.10.2011 in den beruflichen Schulen des IB in Stuttgart und Ende Oktober dann im Russisch Deutschen Haus in Tomsk statt. Die gemeinsame Arbeit der Teilnehmenden während der Projektbegegnungen im März 2011 in Stuttgart und im April 2011 in Tomsk führte zu intensiven Kontakten und freundschaftlichen Beziehungen unter den Jugendlichen, die wesentlich zum Erfolg der Projektergebnisse beitrugen.

 

Das Projekt „Menschenrechte und Lebenswege“ wurde von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) im Rahmen des Programms „EUROPEANS FOR PEACE“ von Juli 2010 bis Oktober 2011 gefördert.